Kasimir von Brandenburg-Kulmbach an seinen Vater

Kasimir von Brandenburg-Kulmbach, Markgraf zu Brandenburg, 1481-1515-1527. Kaiserlicher Heerführer und Diplomat. Führte 1499 nach dem Krieg des schwäbischen Bundes gegen die Eidgenossen die Friedensverhandlungen von Basel, schlug 1525 den Bauernaufstand blutig nieder.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Goch, …Datu(m) mein hant zu goch am montdag vor antony… (9. Januar) 1503. In deutscher Sprache auf Papier. Ca. 21 x 21,5cm. Rückseitig mit Adresse und Vermerk.
An seinen Vater, Friedrich V. von Brandenburg, 1460 – 1536, „der Ältere“.
Bittet seinen Vater um Übersendung seines Harnisches, damit er einer Weisung des Königs (Maximilian I.) folgen kann. Es folgen genaue Anweisungen, auf welchem Weg der Harnisch über Miltenberg und Köln in die Niederlande kommen soll.
Faltspuren, Siegelspur. Sauber erhalten.
Kasimir war der Sohn von Friedrich V. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach aus der brandenburgischen Linie der Hohenzollern und Sofia, der Tochter des polnischen Königs Kasimir IV. Jagiello. Sein Großvater war der brandenburgische Kurfürst Albrecht Achilles, 1414-1486. Unter seinen zahlreichen Geschwistern gelangten u.a. Georg der Fromme und Albrecht, der letzte Hochmeister des deutschen Ordens, zu Berühmtheit. Im Gegensatz zu seinen Brüdern Georg und Albrecht stand Kasimir der Reformation eher indifferent gegenüber und blieb ein treuer Gefolgsmann des Kaisers. Berüchtig wurde er für seine Grausamkeiten im Bauernkrieg, unter anderem ließ er in Kitzingen zweiundsechzig Menschen die Augen ausstechen, damit sie nicht meineidig würden indem sie ihn ansähen, denn sie hatten geschworen, den Markgrafen nicht mehr anzusehen (vgl.: Zimmermann, Wilhelm, Geschichte des großen Bauernkrieges, Neudruck der Ausgabe von 1856, Emil Vollmer Verlag, Seite 488). (A0005)
Euro 4.000.- inkl. 19% Mehrwertsteuer.


    Kontakt