Finanztransaktion unter Kurfürsten Anno 1418

Friedrich I., Markgraf von Brandenburg, 1371-1440.
Quittung über 3500 Gulden für seinen Onkel, Ludwig III., Pfalzgraf bei Rhein.
Ohne Ort, 26.12.1418.
Kanzleischreiben. Deutsche Handschrift in seinem Namen (als Markgraf) auf Papier. 24 x 21cm. Faltspuren, Siegelrest. Gut erhaltenes und schön geschriebenes Dokument.
Interessantes Dokument zum Thema Finanztransaktionen innerhalb des Hochadels; genannt werden Rudolf III. und Albrecht III., Herzöge zu Sachsen sowie Ludwig III., Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Bayern, Onkel Friedrichs I.. Ludwig III. schuldet den beiden sächsischen Herzögen 5000 Gulden, von denen 3500 Gulden nunmehr zu Weihnachten von Friedrich im Auftrag der sächsischen Herzöge eingenommen wurden. Friedrich spricht für seine sächsischen Verwandten und ihre Erben seinen Onkel, den Pfalzgrafen Ludwig III., sowie dessen Erben quit ledig und lose mit urkund diß brieves über die gezahlten 3500 Gulden.
„Eines der glanzvollsten Ereignisse (des Konstanzer Konzils) war die Belehnung des Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. mit der Mark Brandenburg durch König Sigmund im Jahre 1417. Sie schuf die Grundlage für den späteren Aufstieg Preußens.“ (In: Weinfurter, Stefan. Das Reich im Mittelalter. Kleine deutsche Geschichte von 500-1500. 3. Aufl. C. H. Beck 2018, Seite 229). Die Belehnung des Hohenzollern Friedrich VI. mit der Mark Brandenburg und damit der Kurfürstenwürde, mit der das Reichsamt des Erzkämmerers verbunden war, markiert den Beginn des Aufstieges des Hauses Hohenzollern im Reich. (A0015)
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